Neurodermitis - Allgemeine
Informationen und Erklärung
Unter einer „Neurodermitis“
wird eine chronische bzw. schubweise auftretende entzündliche,
allergisch bedingte Hauterkrankung mit starkem Juckreiz verstanden.
Eine genetische Veranlagung und verschiedene Umwelteinflüsse
oder Stress führen häufig bereits im Säuglingsalter
zum Ausbruch der Krankheit. Der klinische Verlauf wird sehr stark
vom Alter und der individuellen Reaktionslage beeinflußt.
Im akutem Schub können die quälenden
Symptome mit Kortisonpräparaten oder anderen immunsuppressiv
wirkenden Therapeutika gelindert werden. Prophylaktisch
sind die Vermeidung bekannter Allergene und eine sorgfältige
Hautpflege wirksam.
Erklärung
Bereits im 19. Jahrhundert wurden unter
einer Neurodermitis stark juckende Hauterkrankungen zusammengefasst,
bei denen eine Beteiligung des Nervensystems vermutet wurde. Heutzutage
verwendet man korrekterweise die Bezeichnung endogenes Ekzem und
trägt damit der Tatsache Rechnung, dass als Auslöser eine
genetisch bedingte Überempfindlichkeit mit dem Zusammentreffen
entsprechender Umweltfaktoren angesehen werden. Entsprechend
vielfältig sind auch die Synonyme, mit denen diese Krankheit
bezeichnet wird:
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Atopisches Ekzem |
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Atopische Dermatitis |
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Neurodermitis disseminata |
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Neurodermitis diffusa |
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Neurodermitis constitutionalis |
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Neurodermitis atopica |
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Prurigo Besnier |
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Asthmaekzem |
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Asthmaprurigo |
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Neurogene Dermatose |
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Neuropathisches Ekzem |
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Konstitutionelles Ekzem |
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Beugenekzem |
Der Begriff "Neurodermitis" leitet
sich aus dem Griechischen ab (aus neuron = Nerv, derma = Haut und
der Endung -itis für Entzündung). Die Bezeichnung „Neuro“
spiegelt den Einflussfaktor der Psyche wider.
Die Neurodermitis ist jedoch keine psychische Erkrankung, wie vielfach
vorschnell vermutet wird.
Unter dem Begriff Atopie wird eine erhöhte
Neigung des Körpers zu allergischen Erkrankungen bzw. Reaktionen
verstanden.
Daher wird von Medizinern der Begriff „atopische
Dermatitis“ bevorzugt, was übersetzt bedeutet „fehl
am Platze“. Er drückt aus, dass die Erkrankungsschübe
auch ohne erkennbare äußere Ursache, scheinbar aus dem
Nichts heraus, auftreten können.
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